Was ist eine SKU und warum solltest du sie nutzen?

Wenn du online verkaufst, hast du wahrscheinlich schon einmal das Feld SKU in deinem Shopsystem, bei eBay, Amazon oder in einem Listing-Tool gesehen. Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht wie ein weiteres technisches Feld, das man einfach überspringen kann.

In der Praxis ist eine SKU aber eine dieser kleinen Sachen, die dir später richtig viel Zeit sparen können.

SKU steht für Stock Keeping Unit. Auf Deutsch kann man es als Bestandseinheit verstehen. Einfach gesagt: Es ist deine eigene interne Produktnummer. Du erstellst sie selbst und nutzt sie, um Produkte im Lager, im Shopsystem, in Marktplatz-Listings, in Bestellungen und in Auswertungen eindeutig zu erkennen.

Eine SKU muss nicht kompliziert sein. Eine gute SKU sollte dir einfach zeigen, um welches genaue Produkt oder welche genaue Variante es geht.

Zum Beispiel:

TSHIRT-ROT-L

Das könnte für ein rotes T-Shirt in Größe L stehen. Eine andere Variante wäre zum Beispiel:

TSHIRT-BLAU-M

Das ist schon deutlich klarer, als alles nur über Produktnamen zu verwalten.

Was bedeutet SKU?

Eine SKU ist ein Produktcode, den du als Verkäufer selbst erstellst. Sie ist nicht dasselbe wie eine EAN, GTIN, UPC, ISBN oder ein Barcode.

Diese Codes sind meistens offizielle Produktkennzeichnungen. Sie werden oft vom Hersteller vergeben oder weltweit genutzt, um ein Produkt in verschiedenen Systemen zu identifizieren.

Eine SKU ist dagegen vor allem für deine eigene Organisation gedacht.

Du entscheidest selbst, wie sie aufgebaut ist, welche Informationen sie enthält und wie detailliert sie sein soll. Eine SKU kann zum Beispiel Produkttyp, Farbe, Größe, Länge, Modell, Material, Verpackungsgröße oder Variante enthalten.

Beispiele:

HOSE-SCHWARZ-XL

KABEL-USBC-2M

CREME-TAG-50ML

Solche Codes geben dir sofort eine grobe Orientierung, ohne dass du erst die komplette Produktbeschreibung öffnen musst.

Warum SKUs im Onlinehandel nützlich sind

Wenn du nur wenige Produkte verkaufst, kannst du wahrscheinlich noch gut mit Produktnamen arbeiten. Du kennst die Artikel, weißt ungefähr, was gemeint ist, und findest alles schnell wieder.

Aber sobald es 100, 500 oder 1.000 Produkte werden, besonders mit Varianten, wird es schnell unübersichtlich.

Produktnamen sind oft nicht eindeutig. Ein Produkt kann bei eBay einen langen Titel haben, bei Amazon etwas anders heißen und im eigenen Shop wieder einen anderen Namen tragen. Die SKU gibt dir hier einen festen internen Bezugspunkt.

Besonders wichtig wird das bei Varianten. Ein schwarzer Hoodie in Größe M ist nicht dieselbe Bestandseinheit wie ein schwarzer Hoodie in Größe L. Beide gehören vielleicht zur gleichen Produktfamilie oder zum gleichen Marktplatz-Listing, aber im Lager sind es zwei unterschiedliche Artikel.

Das Gleiche gilt für Bundles, Multipacks oder Produkte, die auf verschiedenen Marktplätzen unterschiedlich angeboten werden. Der offizielle Produktcode beschreibt oft das Produkt selbst, aber die SKU kann beschreiben, wie du dieses Produkt intern verwaltest und verkaufst.

Wie SKUs bei der Lagerverwaltung helfen

Eine SKU ist nicht die einzige Möglichkeit, ein Produkt zu identifizieren. In manchen Fällen kannst du auch mit EANs, GTINs oder Barcodes arbeiten. Der Unterschied ist: Die SKU ist dein eigener interner Code. Du kannst sie also so aufbauen, wie es zu deinen Abläufen passt.

Das ist besonders hilfreich, wenn der offizielle Produktcode fehlt, nicht genau genug ist oder nicht zu deiner internen Lagerstruktur passt. Vielleicht verkaufst du denselben Artikel einzeln, als Set oder in verschiedenen Marktplatz-Listings. Die EAN beschreibt dann weiterhin das Produkt, aber die SKU kann zeigen, wie du es in deinem eigenen System behandelst.

Im Alltag macht das vieles einfacher. Dein Team sieht schneller, welches genaue Produkt, welche Variante, welches Set oder welcher Lagerartikel gemeint ist. Es hilft auch dann, wenn Produkte ähnliche Namen haben, Titel zwischen eBay und Amazon unterschiedlich sind oder mehrere Listings mit einem internen Lagerartikel verbunden werden sollen.

Die SKU ersetzt also keine offiziellen Produktcodes. Sie gibt dir eine zusätzliche Ebene, die zu deinen eigenen Prozessen passt.

SKU und Automatisierung

Viele E-Commerce-Systeme nutzen SKUs, um Produktdaten, Bestellungen, Lagerbestände und Versandprozesse miteinander zu verbinden.

Wenn eine Bestellung eingeht, kann das System anhand der SKU erkennen, welcher Artikel verkauft wurde. Danach kann der Bestand aktualisiert, die Bestellung vorbereitet und der richtige Artikel im Lager gefunden werden.

Hier wird die SKU mehr als nur ein nettes Zusatzfeld.

Saubere SKUs sind oft die Grundlage für Automatisierung. Sie machen es leichter, Lagerbestände zu aktualisieren, Bestellungen zu verarbeiten, Produkte zu importieren oder zu exportieren und Marktplätze miteinander zu verbinden.

Wenn SKUs fehlen, doppelt vergeben sind oder völlig zufällig aufgebaut wurden, wird Automatisierung schwieriger. Das System erkennt dann unter Umständen nicht sauber, ob zwei Listings dasselbe Produkt, zwei verschiedene Produkte oder zwei unterschiedliche Verkaufsformen desselben Produkts sind.

Deshalb lohnt es sich, früh über eine klare SKU-Struktur nachzudenken, auch wenn es am Anfang wie zusätzliche Arbeit wirkt.

Warum ein gutes SKU-System die Mühe wert ist

Ein gutes SKU-System hilft nicht nur im Lager. Es hilft auch bei Auswertungen, Einkauf und Sortimentsplanung.

Wenn deine Produkte sauber organisiert sind, siehst du leichter, welche Farben gut laufen, welche Größen schnell verkauft werden und welche Varianten eher liegen bleiben.

Vielleicht merkst du zum Beispiel, dass schwarze T-Shirts in den Größen M und L deutlich besser laufen als andere Varianten. Oder dass eine bestimmte Kabellänge viel häufiger gekauft wird. Mit sauberen SKUs lassen sich solche Dinge einfacher erkennen.

Auch der Kundenservice profitiert davon. Wenn ein Kunde eine Frage zu einem Artikel hat, findet dein Team das richtige Produkt schneller, selbst wenn der Titel sehr lang ist, übersetzt wurde oder je nach Marktplatz etwas anders aussieht.

SKU in Eselt

Eselt arbeitet ebenfalls mit SKUs, um Produkte und Varianten eindeutig zuzuordnen. Das ist besonders hilfreich, wenn du viele Artikel für eBay oder Amazon verwaltest.

Wenn du Produkte in verschiedenen Größen, Farben oder Versionen verkaufst, sollte jede Variante eine eigene SKU haben. Ein Hoodie in fünf Größen und drei Farben ist aus Sicht des Lagerbestands nicht einfach ein Produkt, sondern mehrere Varianten, die sauber unterschieden werden müssen.

Wenn das SKU-Feld leer ist und du ein Produkt zum ersten Mal an einen Marktplatz sendest, kann Eselt die SKU auch für dich ausfüllen. Trotzdem ist es meistens besser, von Anfang an mit einer eigenen klaren SKU-Struktur zu arbeiten. So lassen sich Produkte später leichter bearbeiten, sortieren und verstehen.

Bestandseinheit / Varianten-SKU in Eselt generieren

In Eselt kannst du auch eine Stock Keeping Unit, also eine Bestandseinheit oder Varianten-SKU, für Produktvarianten generieren.

Bestandseinheit (Variant-SKU) generieren in Eselt

Screenshot: Bestandseinheit (Variant-SKU) in Eselt generieren

Das kann hilfreich sein, wenn deine Produkte noch keine SKUs haben oder wenn Varianten im System besser unterscheidbar sein sollen.

Auch wenn ein Tool SKUs automatisch erzeugen kann, lohnt es sich trotzdem, über die Struktur nachzudenken. Das beste SKU-System ist eines, das dein Team im Alltag versteht und problemlos nutzen kann.

Wie erstellt man eine gute SKU?

Eine gute SKU sollte kurz, klar und logisch sein.

Sie sollte die wichtigsten Produktinformationen enthalten, aber nicht alles. Wenn eine SKU zu lang wird, arbeitet niemand gerne damit.

Gute Beispiele sind:

HOSE-SCHWARZ-XL

KABEL-USBC-2M

CREME-TAG-50ML

Die Struktur hängt davon ab, was du verkaufst. Bei Kleidung sind Größe und Farbe meistens wichtig. Bei Elektronik können Anschlussart, Länge, Leistung oder Modell sinnvoll sein. Bei Kosmetik bieten sich Produkttyp, Variante und Inhalt an.

Wichtig ist vor allem: Bleib konsequent.

Wenn du dich für diese Struktur entscheidest:

PRODUKT-FARBE-GROESSE

dann nutze sie überall.

Erstelle nicht eine SKU als TSHIRT-ROT-L, die nächste als L-BLAU-TSHIRT und eine weitere als SHIRT_GRUEN_SIZE_M. Technisch kann das funktionieren, aber im Alltag sorgt es schnell für Verwirrung.

Was solltest du bei SKUs vermeiden?

Vermeide Leerzeichen in SKUs.

Statt:

T Shirt Rot L

besser:

TSHIRT-ROT-L

Leerzeichen können bei Importen, Exporten, Tabellen oder Schnittstellen Probleme verursachen. Bindestriche oder Unterstriche sind meist die bessere Wahl.

Auch Sonderzeichen wie &, %, $, #, / oder ähnliche Zeichen solltest du lieber vermeiden. Manche Systeme kommen damit klar, andere nicht.

Eine SKU sollte auch nicht zu allgemein sein.

Zum Beispiel:

PRODUKT-12345

Das kann zwar technisch einen Artikel identifizieren, sagt deinem Team aber wenig.

Gleichzeitig sollte eine SKU nicht zu lang werden. Eine gute SKU enthält hilfreiche Informationen, bleibt aber einfach lesbar und im Alltag gut nutzbar.

Typische Herausforderungen mit SKUs

Die größte Herausforderung ist nicht, irgendeine SKU zu erstellen. Das ist schnell gemacht.

Schwieriger ist es, ein System zu haben, das auch dann noch funktioniert, wenn das Sortiment wächst.

Viele Verkäufer starten mit zufälligen SKUs. Am Anfang ist das kein großes Problem. Später kommen mehr Produkte, mehr Varianten und neue Kategorien dazu, und plötzlich weiß niemand mehr, was die Codes eigentlich bedeuten.

Deshalb ist es besser, früh eine einfache Struktur festzulegen.

Du brauchst nicht ab dem ersten Tag das perfekte System. Aber es sollte logisch genug sein, um mit deinem Geschäft mitzuwachsen.

Bei größeren Sortimenten helfen Tools wie Eselt, Shopsysteme, Warenwirtschaftssysteme oder ERP-Lösungen dabei, den Überblick zu behalten. Aber auch das beste Tool arbeitet besser, wenn die Produktdaten sauber aufgebaut sind.

Fazit

Eine SKU ist ein einfacher interner Produktcode, kann den Alltag im E-Commerce aber deutlich einfacher machen.

Sie hilft bei Lagerverwaltung, Bestellabwicklung, Inventur, Auswertung, Kundenservice und Automatisierung. Außerdem macht sie es leichter, Produkte über Marktplätze wie eBay und Amazon hinweg sauber zu verwalten.

Ein gutes SKU-System muss nicht kompliziert sein. Es sollte klar, einheitlich und leicht verständlich sein.

Wenn du online verkaufst und noch keine saubere SKU-Struktur nutzt, lohnt es sich, früh damit anzufangen. Unordentliche Produktdaten später aufzuräumen, ist meistens deutlich mühsamer.

Mit Eselt können SKUs dabei helfen, Produkte und Varianten für eBay und Amazon klarer zu verwalten. Eine saubere SKU-Struktur ist deshalb eine gute Grundlage für bessere Produktorganisation und einfachere Marktplatz-Prozesse.

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